Gallows Pole


In Rock We Trust (LP)
CBS 1982

Zwei Jahre nach dem hoch gelobten ANGELINA-Release und der Namensänderung in GALLOWS POLE enterten die Jungs die Workhouse Studios in London und nahmen ihr Debütalbum auf. Heraus kam ein Werk der Superlative, das noch heute zu den Klassikern des Metals zählt! Mörderische Riffs und die transzendentale Stimme von Alois M. Binder geben Songs wie "Whiskey", "I'm A Loser", "Welcome Song" oder dem gigantischen 11-minütigen Titeltrack eine eigene Note. Mit "In Rock We Trust" haben die Wiener einen Tonträger vorgelegt, der nicht nur zu den nationalen Meisterwerken zählt, sondern auch den Vergleich mit internationalen Veröffentlichungen nicht zu scheuen braucht.


I`m A Loser (7inch Single)
CBS 1982

Nachdem "In Rock We Trust" ein Riesenerfolg wurde, lag es nahe, dass die Plattenfirma eine Single aus dem Album auskoppelte. "I'm A Loser" nennt sich das erlesene Stück, welches sich mit seinem stampfenden Rhythmus unweigerlich in die Gehörgänge der Zuhörer frisst und auch nach mehrmaligen Anhören nichts an Energie verliert. Ähnlich verhält es sich mit der Rückseite: Hier befindet sich mit dem 6:15 min. langen "Welcome Song" eine traumhaft schöne Ballade, welche bis heute zu den Klassikern der Band zählt. Da sich auf der Single dieselben Versionen wie auf der LP befinden, bietet sie dem Käufer wenig Neues. Für Sammler ist das rare Teil allerdings unerlässlich.

In Rock We Trust (12inch Picture Disc)
Azra Records USA 1987

Einer, der das Potential des "In Rock We Trust"-Albums schnell erkannte, war der Amerikaner Dave Richards, der auf seinem berüchtigten Azra Records-Label die Scheibe als Picture Disc mit einem alternativen Cover neu auflegte. Ebenso wurde das Album von BGG Records 1992 als CD wiederveröffentlicht. Hier verzichtete man zwar auf "Lonely Roads" und "Memories", packte dafür aber die "We Wanna Come Home"-Songs "Black Monday" und "When The Music Plays" sowie die beiden neuen Tracks "Summerrain" und "In The End" drauf. Allein wegen dieser beiden Songs ist der Silberling sein Geld wert, gehören sie doch zum besten Material der Band. Absoluter Pflichtkauf!!!




We Wanna Come Home (LP)
JMS 1989

Ganze sieben Jahre hat es gedauert, bis uns Binder & Co ihren zweiten Output vorlegten. Und der ist ähnlich stark ausgefallen wie der erste Geniestreich. "When The Music Plays", der Titeltrack "We Wanna Come Home", "Black Monday" oder die atmosphärischen Balladen "I Still Believe In Love" und "Coming Home" sind Rockklassiker allererster Güte und bestechen durch ihre magnetischen Gesang. Auch unter dem restlichen Material befindet sich kein einziger Lückenfüller, sodass man hier einfach zuschlagen muss. Da die LP sehr schwer erhältlich ist und zu den gesuchten Raritäten zählt, haben Karthago Records diesen Klassiker 2006 als Silberling mit sechs Bonustracks neu aufgelegt.



The Smile Of The Dolphins (CD)
BGG 1999

Weitere zehn Jahre vergingen, bis GALLOWS POLE mit einem neuen Longplayer aufwarten konnten. Und diese CD hat es in sich. Nichts blieb mehr übrig von den begnadeten Rocksongs der 80er Jahre. Stattdessen überrascht uns die Band mit einem Konzeptalbum a'la PINK FLOYD, in dem nur noch der ehemalige Sound sowie die Stimme A.M. Binders zu erkennen ist. Von mittelalterlichen Rhythmen in "Come And Get Me" über tranceartige Passagen in den Tracks "The Smile Of The Dolphins (Part I-IV)" reicht das Spektrum der Band. Wer auf Waters, Gilmour & Co steht wird diesem Werk einiges abgewinnen können. Eine konsequente Weiterentwicklung in unbekannte Dimensionen.


Gallows Pole IV (CDR)
I-Tunes 2008

Bereits der fulminante Opener "Sweet Thing" zeigt, das sich GALLOWS POLE wieder an ihren Anfangstagen orientieren. Geile Gitarrenriffs wechseln sich mit der unverkennbaren Stimme von Alois M. Binder ab. Weitere Highlights wie "Puppets On A String", "Run For Cover", oder "All Night Long" zeigen die Band von ihrer allerbesten Seite und mit "Let The Horses Run" und dem bekannten "Sweet Lady" befinden sich zwei starke Balladen auf der Liste, die dieses Album perfekt abrunden. Gesamt gesehen kommt der Release sehr nahe an die beiden Klassikern der 80er Jahre heran. Ein schöneres Geschenk als diese Reunion hätten uns die Jungs kaum machen können.


Revolution (CD)
Karthago Records 2010

Al und seine Mannen gehen ihren Weg unbeirrt weiter. War bereits das 2008 erschienene Werk "IV" ein Album der Spitzenklasse, kann da "Revolution" locker mithalten bzw. sogar noch einen drauflegen. Rockige Songs wie die hitverdächtige Eröffnungsnummer "You're in my Way" oder "Lonely Heart" wechseln sich mit wunderschönen melancholischen Balladen wie "Early Days" oder "Falling Rain" und dem vom letzten Opus bekannten "Baby Come On" ab.
Fazit: GALLOWS POLE haben mit ihrem neuen Werk die Messlatte für 2010 extrem hoch gelegt. Der erneute Durchbruch auf internationaler Ebene dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.


Waiting For The Mothership (CD)
Karthago Records 2011

Knapp ein Jahr ist es her, dass "Revolution" auf dem Markt erschien und europaweit für Begeisterung sorgte. Dementsprechend gespannt war ich auf das neue Konzeptalbum der Band. Und bereits die ersten Umdrehungen im CD-Schacht ließen Sensationelles erkennen: GALLOWS POLE gingen zu ihren Wurzeln zurück und produzierten ein Werk, das der legitime Nachfolger von "In Rock We Trust" sein könnte! Songs wie "Old Man Cry", "Mothership Is Coming" oder der Titeltrack (bei dem Hannes "Fusel" Bartsch zur Gitarre greift) lassen die rohe Energie der Anfangstage neu aufleben. Ein Album, das wohl niemand mehr für möglich gehalten hätte. Das warten auf das Mutterschiff hat sich definitiv gelohnt.


And Time Stood Still (CD)
Pure Steel Records 2013

Nach den sensationellen Releases der letzten Jahre haben GALLOWS POLE mit "And Time Stood Still" erneut zugeschlagen. Bereits der Opener glänzt durch melancholische Gitarrensoli und die Stimme von Alois Binder schraubt sich unweigerlich im Gehörgang fest. Der Höhepunkt des Albums ist sicherlich die Neuaufnahme von "Summer Rain": der im Duett vorgetragene Klassiker gewinnt durch die zusätzliche Stimme von Elsko an Intensität, die kaum zu überbieten ist. Absolut hitverdächtig! Weitere Ohrwürmer sind "Rock This Town", "Take Me To Heaven", "I Don't Wanna Go" oder der neu eingespielte Demotrack "Here and There". Mit ihrem siebten Album ist der Band erneut ein Meisterwerk gelungen!


Doors Of Perception (CD)
Pure Steel Records 2016

Mit ihrem achten Album gehen GALLOWS POLE ihren Weg konsequent weiter. Während der Opener "Burn It Down" noch von einem rockigen Riff dominiert wird, werden bei Songs wie "Learn To Fly" oder "Angel Eyes" die Pforten der Wahr- nehmung geöffnet. Das valiumähnliche Klangbild, welches immer wieder an Pink Floyd erinnert, entführt den Zuhörer in die Abgründe der Seele. Hier lernen wir herausragende Stücke wie das unheimliche "Your Own Demons" kennen. Erwähnenswert ist auch, dass mit "Watching The Sun Go Down" und "A Rainbow Just For Me" gleich zwei Instrumentalstücke auf dem Album vertreten sind. Abgerundet wird die Reise durch den 10-minütigen Titeltrack - wie immer auf höchstem Niveau. Altmeister Aldous Huxley hätte seine Freude daran gehabt!



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