In His Own Words

Vor kurzem erblickte das neue Werk von SPEED LIMIT das Licht der Welt.
Exklusive für AustroRock.at beschrieben Chris Angerer, Joe Eder und
Steven Hogger die Texte des fantastischen neuen Albums "Moneyshot".




© Speed Limit | www.speedlimitweb.com



Broken Mirror

Joe: Es geht um einen Mann, der die zwei Seelen in seiner Brust - sein Yin Yang sozusagen - in diesem zerbrochenen Spiegel sehen kann. Aber es scheint so, als hätte er mittlerweile dazu gelernt, beide ihre Freiheiten ausleben zu lassen, was zugegebenermaßen seine Zeit gedauert hat. Aber auch Rom ist ja nicht an einem Tag erbaut worden! Durchaus mit autobiographischen Zügen.



Done With Dreamin'

Chris: Beschreibt die Stimmung in einer scheinbar aussichtslosen Situation, mit der sich der Protagonist abgefunden hat und immer weiter - einerseits in Hoffnungslosigkeit und andererseits in Tagträumen - versinkt. Bis er schließlich davon genug hat und den ernsthaften Entschluss fasst, aktiv an der Verwirklichung seiner Träume zu arbeiten. Ob es gelingt, bleibt offen, aber: Der Weg ist das Ziel!



Lost & Found

Joe: Das war der erste Song, den wir nach der Reunion geschrieben haben und wiederum ein mehrfach zu interpretierender Text. Natürlich geht es in erster Linie um eine zerbrochene Liebe, die man überwunden hat und sich freut, wieder auf der Piste zu sein. Aber es spiegelt sich auch das Gefühl wider, das wir nach der Reunion erleben durften und welches noch immer sehr stark unser Tun beeinflusst. Einfach volle Kanne hinein in die wieder gefundene Freiheit.



Too Old To Dye Young

Joe: Der Titel mag zwar zum Schmunzeln anregen, ist aber eigentlich ein Song über eine Beziehung, die den "Test of Time" bestanden hat. Also jenseits von Gut und Böse. Man hat sich zusammengerauft und weiß das zunehmend zu schätzen. Das kann eine Zweierbeziehung sein, man könnte es aber auch durchaus auf die Chemie zwischen den Bandmitgliedern beziehen. Böse Stimmen behaupten ja, es ginge um den regelmäßigen Friseurbesuch mancher Bandmitglieder.



On The T.O.P.

Joe: Die Blitzgneisser werden ja schon mitbekommen haben, dass das T.O.P. für das berüchtigte "Theater Of Pain" steht. Eigentlich ein Anti-Drogen Song, der aber grundsätzlich auf vielerlei Süchte anwendbar ist. Hat nicht jeder von uns irgendwo einen "Candy-Store", wo er nur die Tür aufzumachen braucht und genau weiß, dass das, was er dort drinnen bekommt, ihm nicht unbedingt nur gut bekommt? Und trotzdem tut er es immer wieder? Ich z.B. muss jetzt unbedingt mit dem Gitarrensammeln aufhören oder eben durch "Moneyshot" so reich werden, dass ich mir ein neues größeres Haus bauen kann.



Don't Fear The Dark Lanes

Chris: Im Grund die Fortsetzung zu "Done With Dreamin". Und hier sind wir schon einen Schritt weiter. Drückt einfach das Gefühl aus, wenn du nach vielen Fehlern und Rückschlägen, die du großteils selbst verschuldet hast, wieder zurück auf der Siegerstraße bist und das Gefühl hast, die ganze Welt erobern zu können. Immer jedoch mit dem Gedanken an die schwierigen Zeiten im Hinterkopf, in denen du das Gefühl hattest, die Zeit läuft an dir vorbei. Und dass du ohne Zaudern durch die "dunklen Straßen" gehst, in denen du dich vor nicht allzu langer Zeit fast zu Tode gefürchtet hast.



Heartbreakin' Valentine

Joe: Dabei geht es nicht um meinen mittlerweile erwachsenen Neffen Valentin. Nein, wie vielleicht richtig vermutet, dreht es sich um einen absolut misslungenen Valentinstag. Ich glaube es war 1983 oder 1984 - über beide Ohren verliebt - kuscheliger November, fantastische Weihnachtszeit und dann aus dem Nichts der Anruf. Beinahe ohne Worte und eine fast unendliche Stille... Damals ist eine Welt zusammengebrochen - sniff. Wenn Sie das liest... ?!?!



Lady

Chris: Jetzt kommen die Jugendsünden. Beschreibt einfach nur den Moment, wo dich eine Frau richtig anmacht und du, um aus einer randvollen Bar raus und an sie ranzukommen, vorschlägst, eine Runde mit dem Auto zu drehen. Als dann die Karre irgendwo in der Wildnis den Geist aufgibt, ist zwar zuerst der Ärger groß, aber die Action auf dem Rücksitz umso intensiver. Tja, und dann bin ich leider aufgewacht.



Fly Like An Eagle

Chris: Ein Uraltsong von Speed Limit, der in jeder Besetzung weiterentwickelt wurde und sich schon seit Jahrzehnten als Abschlussnummer eines Konzerts bewährt. Hier gibt es keine großen philosophischen Betrachtungen, einfach nur das Leben genießen, möglichst viel Sex zu haben, dabei alle Regeln vergessen, alles probieren, was beiden Spaß macht und abheben.



I Came, I Saw And I Was Falling In Love With You

Steven: Der Song beschreibt die Situation des typischen Singles, der ständig in irgendwelchen Bars und Kneipen abhängt in der Hoffnung, die RICHTIGE Frau fürs Leben zu finden. Ähnlich einem Jäger, der ständig nach dem perfekten Abschuss, der perfekten Trophäe sucht. Auch mir erging es so, als ich in einer meiner vielen Kneipentouren in eine Bar kam, mich umsah und plötzlich das MÄDCHEN meiner Träume sah. Angelehnt an den Ausspruch "veni, vidi, vici": Ich kam, sah sie und war verliebt. Der Vollständigkeit halber sollte aber erwähnt werden, dass es mit der angesprochenen Trophäe nichts wurde...







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